Täglich sind in der Gastronomie viele Flaschen zu entkorken, zumal der Korkverschluss gerade bei Weinflaschen nach wie vor die Regel ist. Zur Bewerkstelligung dieses Vorgangs gibt es unterschiedliche Hilfsmittel, die namentlich nach drei Kriterien unterschieden werden.

a) charakteristisches Erscheinungsmerkmal (z. B. T-Korkenzieher, Glockenkorkenzieher)
b) Funktionsmechanismus (z. B. Hebelkorkenzieher)
c) Befestigungsprinzip (z. B. Tischkorkenzieher)

Diese drei Kriterien schließen sich natürlich nicht grundsätzlich gegenseitig aus. (Ein Tischkorkenzieher funktioniert beispielsweise nach dem Hebelprinzip, ebenso wie der Hebelkorkenzieher, bei dem es sich aber um ein Handgerät handelt. Der Unterschied ist, dass bei dem einen das Funktionsprinzip namensgebend war, bei dem anderen das Befestigungsprinzip.)

• Der T-Korkenzieher
.stellt die einfachste Form des Korkenziehers dar, bestehend aus einem Griff aus Holz oder anderem robusten Material, an dem eine Wendel oder eine Schraube mit Spitze befestigt ist. Diese wird möglichst senkrecht in den Korken gedreht und dann mitsamt Korken wieder hinausgezogen. Der Freiraum in der Mitte der Wendel, die so genannte "Seele", verhindert zum einen, dass lediglich ein Loch in den Korken gebohrt wird, ohne ihn beim Herausziehen mitzunehmen, und zum anderen, dass der Korken zerbröselt wird. Der Umgang mit dem T-Korkenzieher erfordert ein gewisses Maß an Geschick und Kraft, ist dann aber durchaus effektiv. Anschaffungskosten und Platzbedarf sind minimal, so dass es nicht schaden kann, immer einige Exemplare in petto zu haben.

• Flügelkorkenzieher
...funktionieren nach dem Hebelprinzip, das beim Entkorken viel Kraft spart. Das Aufsetzen des Ringes auf den Flaschenhals stellt sicher, dass die Spindel beim Eindrehen auch wirklich gerade in den Korken gelangt. Während des Hineindrehens heben sich an beiden Seiten die Flügel. Sobald der Ring aufsetzt, werden diese mit beiden Händen heruntergeklappt, wodurch das Gewinde mitsamt Korken herausbefördert wird. Diese Methode ist sehr bedienerfreudlich und funktioniert auch mit wenig Übung! Bei einigen Modellen können die Flügel sogar gleichzeitig als Kapselheber benutzt werden.

• Glockenkorkenzieher
...gibt es in zwei verschiedenen Funktionsvarianten:
Ist die Schneide in Verlängerung des Gewindes ausgeführt, so wird durch das vollständige Eindrehen der Spindel in den Korken ein Umschaltmechanismus ausgelöst, der über den Drehgriff am oberen Ende auf das Gewinde wirkt, wodurch dann der Korken herausgezogen wird.
Anstelle von zwei Gewinden, kann ein Glockenkorkenzieher auch eine durchgehende Wendel haben. Diese wird nach dem Aufsetzen so lange in den Korken gedreht bis die Glocke aufsetzt. Beim Weiterdrehen der Wendel durch den Korken zieht diese den Korken schließlich aus der Flasche.

• Der Federzungen-Korkenzieher
.ist Entkorker und (Wieder-)Verkorker in einem:
Zwei unterschiedlich lange Zungen aus Federstahl im Abstand der inneren Weite eines Flaschenhalses helfen dabei, einen Korken unbeschadet aus der Flasche heraus- und auch wieder hineinzu"wippen". Diese Methode bedarf einiger Übung, aber dann funktioniert sie sogar bei brüchigen Korken. Für Plastikkorken ist sie allerdings eher ungeeignet.
Und so wird's gemacht:
Die Zungen beidseitig zwischen Korken und Flaschenhals ansetzen, dann in wippenden Bewegungen vollständig einführen und schließlich den Korken unter Zug aus der Flasche herausdrehen. Zum Wiederverschließen der Flasche wird der eines Korken zwischen die Zungen geklemmt und in den Flaschenhals hineingedreht.

• Der Hebelkorkenzieher (Profi-Korkenzieher)
.ist insbesondere dann besonders willkommen, wenn sehr viele Flaschen schnell hintereinander zu öffnen sind, da die Anwendung nicht viel Kraft erfordert. Mit einer Hand wird die Flasche mittels der zangenartigen Vorrichung fixiert, mit der anderen Hand wird der Hebel bedient, der den Korken aus der Flasche hinausbefördert.

• Tischkorkenzieher / Wandkorkenzieher
.funktionieren wie der oben beschriebene Hebelkorkenzieher, nur dass sie fest an die Arbeitsplatte angeschraubt bzw. an die Wand montiert werden. Die Flaschen werden von unten gegen das Gerät gedrückt. Dann wird der Hebel nach vorne bewegt, wodurch eine Spindel in den Korken gedreht wird. Bei Zurücklegen des Hebels löst sich der Korken schließlich aus der Flasche. Der zusätzliche Vorteil beim Wandgerät ist, dass er seinen festen Platz hat und somit immer zentral für das gesamte Servicepersonal zugänglich ist.

Bei Intergastro finden Sie alle beschriebenen Arten von Korkenziehern in verschiedenen Ausführungen und aus unterschiedlichen Materialien. Welches Prinzip "das beste" ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Der eine kommt mit diesem, der andere mit einem anderen Gerät besser zurecht. Ein kleines Handgerät sollte jedes Mitglied des Servicepersonals auf jeden Fall immer dabei haben.

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